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1887 Charles-Edouard Jeanneret wurde am 6. Oktober in La Chaux-de-Fonds geboren. Im Jahre 1920 wählte er das Pseudonym Le Corbusier. In den folgenden Texten kurz L-C benannt. Vater und Grossvater waren Gravveure, seine Mutter, eine geborene Perret, Musikerin. Das Geburtshaus befindet sich an der rue de la Serre 38 in La Chaux-de-Fonds (Jura, Kanton Neuenburg, Schweiz). Die Jeanerets stammen aus dem Süden Frankreichs, waren angeblich Albigeneser (eine nach der Stadt Albi im südfranzösischen Départment Tarn bekannte Sekte). Sie verwarfen im 12. und 13. Jahrhundert die katholische Kirche und wurden verfolgt. Im 16. Jahrhundert wanderten die Jaennerets als Hugenotten in den Jura (Schweiz) aus. L-C erhielt im Jahre 1930 wieder die französische Staatsbürgerschaft. Die Feststellungen sind bedeutungsvoll, denn sie erklären die tempereamentmäßige und geistige Verbundenheit L-C´s mit dem Mittelmeer und nicht zuletzt auch seinen Mut zum Kämpfen und Streiten. 1900 L-C trit in die Kunstgewerbeschule von La Chaux-de-Fonds als Graveur-Ciseleur ein. Lebensbestimmende Beeinflussung durch den Lehrer und Maler l´Eplattenier: die neue Kunstrichtung in der Malerei und das Interesse an der Architektur. 1904 Eintritt in die "Cours suprérieurs de Décoration", eine damalige Neugründung mit L´Eplattenier als Direktor. 1905 Der erste Bauauftrag, die Villa Fallet in La Chaux-de-Fonds. 1907 Erste längere Auslandsreise nach Norditalien, Toscana, wo L-C von der Kartause Ema in Galluzzo sehr beeindruckt wird. Dann geht die Studienreise weiter nach Siena, Ravenna und über Budapest nach Wien. Hier arbeitet L-C einige Monate bei Josef Hoffmann (Wiener Werkstätten) und erhält Kenntnis von den Umwälzenden Ideen des Architekten Adolf Loos. 1908 Reise von Wien über Nürnberg, München, Nancy erstmals nach Paris. Hier lernt er Jourdain, Grasset, Sauvage und andere kennen. Angeblich besucht L-C zu dieser Zeit auch Tony Garnier in Lyon ("Vers une Architecture"). Bis zum Frühjahr 1909 arbeitet L-C bei Auguste Perret, wo er sich erstmals mit dem Eisenbetonbau vertraut machen kann. 1909 L-C kehrt nach La Chaux-de-Fonds zurück, wo er die "Ateliers d'art réunis" mitbegründet. 1910 Dieses Institut beauftragt ihn mit Studienreisen nach Deutschland, um Kontakte mit den Spitzen des Deutschen Werkbundes herzustellen. In diesem Zusammenhang erscheint L-Cīs erste Schrift "Etude sur le mouvement d'art décoratif en Allemangne" (1912). Fünf Monate arbeitet L-C bei Architekt Peter Behrens in Berlin, Kontakte mit Walter Gropius, Mies van der Rohe, Heinrich Tessenow, Wolf Dohrn und anderen. Zur selben Zeit lebt auch L-Cīs einziger Bruder, Albert Jeanneret, als Musiker in Deutschland und arbeitet mit Jaques-Dalcroze in der J.-D.-Rhytmikschule in Hellerau. 1911 Reise nach Zentraleuropa und dem Balkan, zusammen mit dem damaligen Kunstgeschichtsstudenten August Klipstein (Bern): Wien, Budapest, Rumänien, die Türkei, Griechenland (drei Wochen Aufenthalt auf dem Berg Athos), dann im Oktober Pompeji, Neapel, Rom, Florenz. Die Eindrücke von dieser Reise schreibt L-C für das "Feuille d'Avis de La Chauxde-Fonds" nieder. 1966 erscheinen diese Aufsätze in Buchform unter dem Titel "Voyage d'Orient". L-C wird Lehrer an der "Novelle Section de I'Ecole d'Art" in La Chaux-de-Fonds. 1912 Reisen nach Zürich und Paris. Im Salon d'Automne zeigt L-C erstmals eine Serie von Reiseskizzen und Aquarellen (1907-1913) unter dem Titel "Langage des pierres". 1914 Auflösung der von I'Eplattenier gegründeten "Nouvelle Section de I'Ecole d'Art". 1917 L-C siedelt endgültig nach Paris über und wohnt bis 1933 an der rue Jacob; Atelier rue Astorg. ![]() Zum Leben von Le Corbusier: (1) (2) (3) (4) (5) Zur Architektur von Le Corbusier: Mehr zu den Gebäuden von Le Corbusier Online Stores Designermöbel bei Timelessclassics |